Fast jeden Tag ein Femizid

0,00 €

Im Jahr 2024 sind laut Bundeskriminalamt 132 Frauen in Deutschland durch ihren (Ex-) Partner getötet worden. Das BKA weist darauf hin, dass eine bundeseinheitliche Definition vom Femizid fehlt. Zudem werden die jeweiligen Tatmotive nicht in der Statistik erfasst. Fast 188.000 Frauen haben häusliche Gewalt erfahren und rund 54.000 Frauen eine Sexualstraftat. Auch trans*Frauen sind davon betroffen, werden in den Kriminalstatistiken aber oft nicht berücksichtigt.

Untersuchungen zur Medienberichterstattung über das Thema zeigen jedoch, dass Gewalt gegen Frauen als individuelles Problem dargestellt wird. Oftmals wird dabei (direkt oder indirekt) die Wurzel des Problems in der Paarbeziehung verortet (z.B. Drogenmissbrauch, Arbeitslosigkeit oder toxische Beziehungsmuster). Eine solche individualistische Sichtweise isoliert einzelne Vorfälle voneinander, indem sie sich nur auf die Fakten des jeweiligen Falles konzentriert und diese nicht in einen größeren strukturellen Kontext einordnet. Folglich werden Gewalttaten als singuläre Ereignisse und nicht als Teil größerer Muster und Strukturen gesehen.”

Traditionelle Medien (Fernseh- und Zeitungsberichterstattung) scheitern immer wieder daran, Femizide als strukturelles Problem einzuordnen. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2019 zeigte, dass in nur rund einem Prozent der Artikel das Wort Femizid” verwendet wurde. Neue Medien können hier als Chance gesehen werden, um auf Femizide als strukturelles Problem aufmerksam zu machen. Instagram Seiten wie @Femizide_stoppen, die mit rund 160 Tsd. Followern eine sehr hohe Reichweite aufweisen, nehmen sich diesem Problem an und Sorgen für eine Umpolung vor allem innerhalb einer jungen Generation, die sich vermehrt neuen Medien als Plattform für Informationsbeschaffung bedient.

Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung: Femizide und Gewalt gegen Frauen. 07.11.2015. https://www.bpb.de/themen/gender-diversitaet/femizide-und-gewalt-gegen-frauen/

Vgl. Christine Meltzer: Die Darstellung von Gewalt gegen Frauen in den Medien. Bundeszentrale für politische Bildung. 2022. https://www.bpb.de/themen/gender-diversitaet/femizide-und-gewalt-gegen-frauen/515609/die-darstellung-von-gewalt-gegen-frauen-in-den-medien/

Im Jahr 2024 sind laut Bundeskriminalamt 132 Frauen in Deutschland durch ihren (Ex-) Partner getötet worden. Das BKA weist darauf hin, dass eine bundeseinheitliche Definition vom Femizid fehlt. Zudem werden die jeweiligen Tatmotive nicht in der Statistik erfasst. Fast 188.000 Frauen haben häusliche Gewalt erfahren und rund 54.000 Frauen eine Sexualstraftat. Auch trans*Frauen sind davon betroffen, werden in den Kriminalstatistiken aber oft nicht berücksichtigt.

Untersuchungen zur Medienberichterstattung über das Thema zeigen jedoch, dass Gewalt gegen Frauen als individuelles Problem dargestellt wird. Oftmals wird dabei (direkt oder indirekt) die Wurzel des Problems in der Paarbeziehung verortet (z.B. Drogenmissbrauch, Arbeitslosigkeit oder toxische Beziehungsmuster). Eine solche individualistische Sichtweise isoliert einzelne Vorfälle voneinander, indem sie sich nur auf die Fakten des jeweiligen Falles konzentriert und diese nicht in einen größeren strukturellen Kontext einordnet. Folglich werden Gewalttaten als singuläre Ereignisse und nicht als Teil größerer Muster und Strukturen gesehen.”

Traditionelle Medien (Fernseh- und Zeitungsberichterstattung) scheitern immer wieder daran, Femizide als strukturelles Problem einzuordnen. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2019 zeigte, dass in nur rund einem Prozent der Artikel das Wort Femizid” verwendet wurde. Neue Medien können hier als Chance gesehen werden, um auf Femizide als strukturelles Problem aufmerksam zu machen. Instagram Seiten wie @Femizide_stoppen, die mit rund 160 Tsd. Followern eine sehr hohe Reichweite aufweisen, nehmen sich diesem Problem an und Sorgen für eine Umpolung vor allem innerhalb einer jungen Generation, die sich vermehrt neuen Medien als Plattform für Informationsbeschaffung bedient.

Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung: Femizide und Gewalt gegen Frauen. 07.11.2015. https://www.bpb.de/themen/gender-diversitaet/femizide-und-gewalt-gegen-frauen/

Vgl. Christine Meltzer: Die Darstellung von Gewalt gegen Frauen in den Medien. Bundeszentrale für politische Bildung. 2022. https://www.bpb.de/themen/gender-diversitaet/femizide-und-gewalt-gegen-frauen/515609/die-darstellung-von-gewalt-gegen-frauen-in-den-medien/